DEPRESSION
Depressive Symptome sind weit verbreitet, jeder dritte Mensch leidet zumindest einmal im Laufe seines Lebens an den Symptomen einer Depression. Dabei fühlen sich die Betroffenen u.a. antriebs- und freudlos, traurig, innerlich leer. Die Leistungsfähigkeit sinkt, Aktivitäten werden eingeschränkt. Weitere Hinweise auf eine depressive Episode sind vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühle der Wertlosigkeit, Schlafprobleme, verminderter Appetit, pessimistische Zukunftsperspektiven, bis hin zu suizidalem Verhalten. In der Therapie wird daran gearbeitet die mit der Depression einhergehenden negativen Gedankenketten und Schemata zu erkennen und verändern. In Kombination mit einer angeleiteten Verhaltensveränderung im Alltag können die Betroffenen schließlich ihre Stimmung und Emotionen positiv beeinflussen.
MOBBING
Mobbing bezeichnet systematisches, wiederholtes und über einen längeren Zeitraum andauerndes schikanierendes Verhalten gegenüber einer Person – sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder im sozialen Umfeld. Die Betroffenen werden gezielt ausgegrenzt, sozial isoliert, herabgewürdigt oder durch subtile oder offene Feindseligkeiten unter Druck gesetzt. Bei MobbingpatientInnen ergeben sich häufig Probleme im Bereich der Herzkreislauferkrankungen sowie Schlafstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen und depressive Symptome.
Psychotherapie Mobbing Salzburg: Die Behandlung im verhaltenstherapeutischen Ansatz findet unter Einbindung von Ergebnissen aus der Mobbingforschung statt.
SOZIALE ÄNGSTE UND PANIKSTÖRUNGEN
Ängste gehören zum Leben dazu. Das Gefühl von Angst hilft uns, dass wir in tatsächlich gefährlichen Situationen angemessen reagieren - doch wenn Ängste den Alltag einschränken, sich verselbstständigen oder ohne klaren Anlass auftreten, kann eine Angststörung vorliegen. Häufige Symptome sind Herzrasen, Engegefühl, Schwindel, innere Unruhe, Muskelverspannung, Schlafstörungen und das Gefühl von Kontrollverlust. Aber auch Grübelzwang, unangehnehme sich aufdrängenede Gedanken, Vermeidung und Rückzug sind typisch. Häufig vorkommende Angststörungen sind u.a. die Soziale Phobie und Panikstörungen.
Soziale Phobie äußert sich in der starken Angst, im Mittelpunkt zu stehen, negativ bewertet oder abgelehnt zu werden – etwa beim Sprechen vor anderen, in Gesprächen oder beim Essen in der Öffentlichkeit. Viele Betroffene ziehen sich zunehmend zurück, obwohl sie sich Kontakt wünschen.
Panikstörungen sind gekennzeichnet durch plötzlich auftretende, intensive Angstattacken mit starken körperlichen Symptomen – oft begleitet von der Sorge, ohnmächtig zu werden, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben. Häufig entsteht daraus eine Angst vor der Angst und die Vermeidung bestimmter Situationen.
Die verhaltenstherapeutische Behandlung zielt darauf ab, die Angstsymptome zu verstehen, auslösende Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern sowie sich in kleinen Schritten mit der Angst auseinanderzusetzen. Bewährte Methoden sind u. a. kognitive Umstrukturierung, Konfrontationsverfahren, Achtsamkeitstechniken und das Erlernen von Selbstberuhigungsstrategien.
TRAUMATISCHE ERLEBNISSE
Einschneidende Ereignisse wie Unfälle, Gewalt, medizinische Eingriffe, frühe Verluste, Trennungen oder Flucht können tief in uns wirken – manchmal noch Jahre oder Jahrzehnte später. Besonders prägend sind Erfahrungen aus der Kindheit, wie emotionale Vernachlässigung oder Missbrauch. Sie hinterlassen oft Spuren im Innersten – auch wenn Erinnerungen daran fehlen oder nur bruchstückhaft vorhanden sind. Manche traumatischen Erlebnisse treten plötzlich auf, andere wiederholt über längere Zeit. Beide Formen können das Leben verändern – oft spürbar durch dauerhafte Anspannung, Ängste, Schlafprobleme, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, innere Leere, Schuld- oder Schamgefühle. Auch körperliche Beschwerden ohne klare Ursache können dazugehören.
All diese Reaktionen sind normale Antworten auf unnormale Erfahrungen. Sie zeigen, wie sehr Körper und Seele versuchen, mit dem Erlebten umzugehen. Das Gute ist, dass diese Belastungen behandelbar sind.
In der Traumatherapie arbeiten wir daran die belastenden Erinnerungen behutsam zu stabilisieren und zu verarbeiten. Dabei kommen u. a. Methoden wie Exposition, imaginative Techniken, Reattribution von Schuld und achtsamkeitsbasierte Verfahren zum Einsatz.